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Ernährung bei Rheuma
 

Unter bestimmten Rheumadiäten können  sich rheumatische Erkrankungen oft dramatisch bessern.  Leider sind nur die Gicht und Sonderfälle der Osteoporose (bei Milchunverträglichkeit) ernährungsbedingt. Allerdings bedeutet jede Gewichtsreduktion eine verminderte Belastung für  Gelenke und  Wirbelsäule.

In den letzten Jahren sind jedoch eine Reihe von neuen Erkenntnissen gewonnen worden:
 

Antientzündliche Wirkungen durch fleischreduzierte Kost

Tierische Kost enthält vermehrt Arachidonsäure, welche die Vorstufe von Entzündungshormonen, den Prostaglandinen ist. Eine vegetarische oder lactovegetabile Kost (pflanzliche Kost mit/ohne Milchprodukte) reduziert die tägliche Aufnahme von Arachidonsäure von 200-500mg auf 50mg mit positiven Effekten auf Entzündungen.
 

Fischölfettsäuren

Diese meist mehrfach ungesättigten essentiellen Fettsäuren schützen den Körper vor Alterungsprozessen durch Luftsauerstoff (chemisch sehr agressiv – „Rosten“) und Entzündungsstoffen („freie Sauerstoffradikale“). Regelmäßiger Fischkonsum (mindestens 2x wöchentlich) oder die Einnahme von Omega-III-Fettsäuren (leider mindestens 2g täglich) werden empfohlen.
 

Antioxidantien

Antioxidantien schützen den Körper ebenfalls vor schädlichen Einflüssen „Freier Radikale“ und des Luftsauerstoffes.  Hierzu gehören das („Rheuma“)- Vitamin E, Vitamin C, sowie die Spurenelemente Selen und Zink. Der Vitamin E-Bedarf kann bei entzündlichen Erkrankungen von 1-5 auf bis zu 200 - 500mg täglich steigen.
 

Orthomolekulare Ernährung

Diese basiert auf dem Prinzip, dass eine optimale Versorgung des Körpers mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen alle Alterungsprozesse verzögern kann („Anti-Aging“). Zu diesem Thema gibt es viele Infos, Buchtipps und Literaturempfehlungen. 
Sprechen Sie unsere Mitarbeiter oder mich an!
 

Praktische Erfahrungen über Ernährung

Bei Rheumatikern wurden, ohne dass dieses bisher erklärt werden kann eine Reihe von interessanten Beobachtungen gemacht:

Der Genuß von Fleisch- und Wurstwaren, Alkohol, Kaffee und Nikotin kann die Erkrankungen verschlechtern.

Besserungen können erreicht werden durch einen hohen Rohkostanteil, pflanzliche Ernährung und naturbelassene Fette.

Daher wurden durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährungswissenschaft (DGE) 10 Regeln aufgestellt:

  1. Vielseitig – aber nicht zuviel essen
  2. Wenig tierisches Eiweiß
  3. Weniger Fett
  4. Viel Gemüse, Kartoffeln und Obst
  5. Mehr Vollkornprodukte
  6. Selten süß
  7. Würzig, aber nicht salzig
  8. Viel Trinken, weniger Alkohol
  9. Häufigere kleine Mahlzeiten
  10. Frische Lebensmittel

Ein besonderer Buchtip: Adam (2002) – Diät und Rat bei Rheuma und Osteoporose.

Das Buch ist  im „Forum Natur & Rheuma“ erhältlich.