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Knochenkrankheiten (Osteologie)
 

Alle medizinischen Fachgesellschaften, die sich mit der Behandlung von Knochenkrankheiten beschäftigen, wie die Frauenärzte, Endokrinologen, Radiologen, Orthopäden und Rheumatologen sind im Dachverband  der osteologischen Fachgesellschaften (DVO) organisiert. Diese verleiht seit diesem Jahr für osteologisch tätige Ärzte die Bezeichnung Osteologe-DVO, die ich seit dem 2.5.05 besitze.

In der Behandlung der entzündlichen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen kann manchmal nicht auf den Einsatz von Cortison verzichtet werden. Cortison, aber auch die hohe Entzündungsaktivität im Körper und die Immobilität des Patienten  können bei Rheumatikern eine Osteoporose verursachen oder verstärken.

Bei unklaren Rückenschmerzen oder bei der „Fibromyalgie“ kann eine Osteoporose (Knochenschwund) als Ursache vorliegen.

Beim Vorliegen von Risikofaktoren wie Rheumaerkrankungen, Größenverlust oder Osteoporose bei den Eltern/in der Familie sollte über eine Knochendichtebestimmung das Risiko für das Vorliegen einer Osteoporose bestimmt werden.


(1) Osteoporose (Knochenschwund) und
(2) Osteomalazie
(Knochenerweichung)

osteo

Abb.:Größenverlust bei Osteoporose

Beide Erkrankungen verursachen zunächst wenig oder sogar keine Beschwerden. Später kann es ohne weitere Warnhinweise zu Knochenbrüchen der Wirbelkörper, am Schenkelhals, Unterarm oder anderen Knochen kommen. Im Beispiel ist das „Sintern“ eines Wirbelkörpers. dargestellt.

oporose1
 

Was ist Osteoporose (Knochenschwund)?

Nach den  Internationalen Osteoporosekonferenzen und der WHO (Weltgesundheitsorganisation) bedeutet Osteoporose eine niedrige Knochenmasse unter Zerstörung der Mikroarchitektur des Knochens mit erhöhter Brüchigkeit und erhöhtem Frakturrisiko (vor allem am Schenkelhals/Femurkopf und der Wirbelsäule).
 
knochen
Die Abbildung stellt schematisch normalen und Osteoporose-Knochen in seiner 3-D-Mikroarchitektur dar.
 

In der Frühdiagnose ist daher neben einer Befragung und Untersuchung des Patienten die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) von enormer Bedeutung. Umso unverständlicher ist, dass diese ehemalige Kassenleistung ab dem Jahre 2000 von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr übernommen wird. Dies wird von allen Knochenspezialisten kritisiert und hat rein finanzielle Gründe! Wir bieten Ihnen dieses Verfahren im DEXA (Goldstandard aller Knochendichtemessungen) preiswert für den Schenkelhals und die Lendenwirbelsäule (Lendenwirbelkörper L1 bis L4) an (die Orte mit der größten Bruchgefahr!) und besprechen mit Ihnen kompetent die Ergebnisse. Terminvergabe und Messung in unserer Praxis.  Die Osteoporosestadien gelten nur für die DEXA-Messung.  Im Q-CT gemessene Werte sind nicht vergleichbar.
 

Stadien der Osteoporose

Stadien:

I              normal                                         

II             Osteopenie                                 

III            Osteoporose                               

IV            frakturierende Osteoporose      

T-Score bis -1,0

T-Score -1,0 bis -2,5

T-Score < -2,5

T-Score  -1 mit Bruch!

 

Der T-Score bedeutet etwa die Reduktion der Knochendichte in „Schulnoten“ gegenüber jungen, gesunden Erwachsenen! Ist dieser über 2,5 reduziert, besteht eine „manifeste Osteoporose“. Eine Therapie kann aber auch in den Stadien II notwendig sein, ein Stadium IV muß dagegen unbedingt behandelt werden.

Unsere Praxis ist Mitglied und ich bin einer der beiden Sprecher im Qualitätszirkel für Rheumatologie und Osteologie in Hattingen und im Kreis EN.

Die Leitlinien zur Behandlung der Osteoporose finden sie beim Dachverband für Osteologie (DVO).

http://www.dv-osteologie.org/uploads/leitlinien/Patienten-Version_Druck.pdf