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Physikalische Therapie
Elektrotherapie Über Gleich- oder Wechselströme lassen sich verschiedene Wirkungen am behandelten Organ erzielen: Gleichstrom / Iontophorese In der Iontophorese wird ausgenutzt, dass geladene Medikamente im elektrischen Feld wandern und z.B. Diclofenac (Voltaren Emulgel) oder Heparine (Exhirut, Mobilat Gel) ins Gewebe eindringen. Dies hat eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung. Nieder- , Mittelfrequenzströme, NEMEC und TENS Durch Ströme verschiedener Frequenz (meist 50-100.000 Hz) werden Schmerzen gelindert und Muskelverspannungen gelockert. Eine Sonderform ist die Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) bei der Patienten selbst über ein tragbares Gerät („Walkman“) Ort, Zeitpunkt und Reizstärke steuern können. Noch werden in den meisten Fällen die Kosten für diese Geräte von den Krankenkassen übernommen! Hochfrequenzstrom Ströme sehr hoher Frequenz über 100 kHz haben eine erwärmende „thermische“ Wirkung auf Gewebe mit sehr guter Tiefenwirkung. Phonophorese Phonophorese (Einarbeiten von Salben in die Haut mit Hilfe von Ultraschall) „massiert“ Salben ähnlich wie die Iontophorese unter die Haut. Wasserstrahl-Hydrobett Zur apparativen Massage kann ein Wasserstrahl-Hydrobett (s. Naturheilkunde) ergänzt werden. Fango und Rotlicht In Ergänzung zu Verfahren der Elektrotherapie werden am Rücken, den Schultern und Hüften diese Verfahren zur Wärmeapplikation verwendet, dabei meist mit Elektrotherapie kombiniert. Chirotherapie und manuelle Medizin Die Chirotherapie oder manuelle Medizin untersucht und behandelt durch bestimmte Handgriffe und Untersuchungstechniken Störungen in Bewegungssegmenten. Zu einem Bewegungssegment gehören das Gelenk und seine Kapsel, die Sehnen, Bänder und Muskeln. Störungen können Verspannungen oder Schwächen der Muskeln, Überdehnungen der Bänder oder Blockaden der Gelenkfunktion sein. Zur Behandlung können die Mobilisation oder Manipulation eingesetzt werden. Dabei werden Weichteiltechniken bis zur Manipulation eingesetzt. So kann z.B. mancher "Hexenschuss" der auf einer Blockade eines kleinen Wirbelgelenkes durch einen manipulativen Handgriff an der Wirbelsäule in Sekunden behoben werden. Die eigene Weiterbildung wurde bei der ehemals ostdeutschen Ärztevereinigung für Manuelle Medizin (ÄMM) erworben. Diese setzt überwiegend weiche „sanfte“ Techniken (Muskelentspannung über „Trigger Punkte“ oder Mobilisation) ein. Sie hat sich mit der FAC (Ärzteseminar Hamm-Bopppard) und der MWE (Dr-Karl-Sell-Ärzteseminar in Isny) zur Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin zusammengeschlossen. Nach einer chirotherapeutischen Behandlung werden meist physikalische Maßnahmen wie Wärme- und Elektrotherapie, Krankengymnastik oder manuelle Therapie durch Physiotherapeuten, aber auch naturheilkundliche, medikamentöse oder physikalische Behandlungen angeschlossen. Wichtig ist die Rolle von Bewegungstherapie unter Anleitung oder in Eigenregie (Schwimmen, Aerobic, Fitness etc.). Hier existieren enge Kooperationen mit dem Gesundheitswerk (Fitness und mehr, http://www.gesundheitswerk.net/ und dem Orthomobile (REHA, Physiotherapie und Manuelle Medizin; http://www.ortho-mobile.de/ in Hattingen. |


